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Die slowakei und die eu

Geschichte und Wirtschaft

Die Slowakei ist zwar ein junger Staat, der am 1. Januar 1993 nach dem Zerfall des gemeinsamen Staates, der Tschechoslowakei, gegründet wurde, aber ihre Geschichte ist sehr lang und reich.

Das Gebiet der Slowakei war bereits seit frühester Zeit besiedelt. Allmählich entwickelten sich hier mehrere Kulturen, die im 4. Jahrhundert vor Chr. durch die Expansion der Kelten und durch die Kämpfe zwischen Germanen und Römern beeinflusst wurden. Zur Zeit der Völkerwanderung kamen die ersten Slawen. Nach dem Reich Samos im 7. Jahrhundert und dem Fürstentum Nitra zum Beginn des 9. Jahrhunderts entstand hier im Jahr 833 das Großmährische Reich – der erste gemeinsame Staat der Vorfahren der Tschechen und Slowaken.

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Anfänge des Christentums in der Slowakei

Im Jahr 863 kamen auf Einladung von Fürst Rastislav die Brüder Kyrill und Method aus dem Byzantinischen Reich nach Großmähren. Dort verbreiteten sie das Christentum und übersetzten die Bibel ins Altkirchenslawische. Nach dem Zerfall des Großmährischen Reiches zu Beginn des 10. Jahrhunderts übernahmen alt-magyarische Stämme die Herrschaft und das Gebiet der heutigen Slowakei wurde für rund 1000 Jahre Teil von des Königreiches Ungarn. Allmählich kam es auch auf dem Gebiet von des Königreiches Ungarn zum wirtschaftlichen Aufschwung. Zu jener Zeit erblühten die Bergbaustädte und Handelszentren im heutigen Bratislava wurde im Jahr 1467 die erste Universität auf slowakischem Gebiet, die Academia Istropolitana, gegründet. Im Jahr 1762 wurde in der Stadt Banská Štiavnica die Bergbauakademie gegründet – die erste technische Hochschule der Welt.

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Krönungsstadt

Nach dem Einfall der Türken in Europa wurde Bratislava vom 16. bis 18. Jahrhundert zur Krönungsstadt für 18 ungarische Könige und Königinnen, einschließlich Maria Theresia, eine Monarchin von europäischer Bedeutung. In Bratislava (damals Pressburg) wurde nach der napoleonischen Schlacht von Austerlitz (Frankreich gegen Österreich und Russland) der Frieden von Pressburg unterzeichnet.

Im 19. Jahrhundert formulierten die Slowaken erstmals ihr eigenes politisches Programm. Der österreichisch-ungarische Ausgleich von 1867 und die Zeit der Magyarisierung, die ganze 50 Jahre anhielt, lähmten jedoch den Aufschwung der nationalen Bewegung. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch von Österreich-Ungarn wurde im Jahr 1918 die Tschechoslowakische Republik gegründet.

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Die unabhängige Slowakei und die europäische Integration

Im Jahr 1939 entstand unter dem Einfluss internationaler Ereignisse der unabhängige Slowakische Staat. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde aber die Tschechoslowakei wiederhergestellt. Die entscheidende Macht erwarb nach und nach die kommunistische Partei und erst die sog. Samtene Revolution im November 1989 warf die kommunistische Diktatur nieder.

Die demokratische Gesellschaft spülte mehrere Probleme an die Oberfläche, die den Zerfall des gemeinsamen Staates der Tschechen und Slowaken und die Entstehung der Slowakischen Republik (1. Januar 1993) zur Folge hatten.

Seit dem 29. März 2004 ist die Slowakei Mitglied der NATO und seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Im Dezember 2007 trat die Slowakei dem Schengenraum bei und mit der Einführung der Gemeinschaftswährung Euro am 1. Januar 2009 wurde sie Teil der Eurozone.

Mehr dazu finden Sie unter www.slovakia.travel

Wirtschaft

Die treibende Kraft der slowakischen Wirtschaft ist heute die Automobilindustrie: Das Land weist die größte Zahl von hergestellten Autos pro Einwohner auf. Auch in Bereichen Elektroindustrie, Informations- und Kommunikationsdienste und Zentren für gemeinsame Nutzung von Diensten ist eine rasante Entwicklung zu beobachten.

Die slowakische Wirtschaft ist offen und stark exportorientiert. Es werden vor allem Waren und Güter in die EU-Länder ausgeführt und der dadurch erzielte Umsatz macht ungefähr drei Viertel des gesamten Handelsvolumens aus. Den größten Anteil an den gesamten Ausfuhren nimmt die Automobil- und die Elektroindustrie ein.

In den 90er Jahren erfuhr die Slowakei einen erfolgreichen Wandel von der zentralen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Es wurden mehrere Strukturreformen eingeleitet, wodurch es möglich war, ausländische Investitionen ins Land zu holen.

Industrie: Eine Säule der Wirtschaft

Die slowakische Wirtschaft ist zurzeit am Florieren. Der Beweis dafür ist die Tatsache, dass die Slowakei zu jenen EU-Ländern gehört, deren Volkswirtschaften sich von der weltweiten Wirtschaftskrise am schnellsten erholt und erneut Wachstum verzeichnet haben. 2015 ist das BIP real um 3,6 % gestiegen und soll voraussichtlich auch in Zukunft wachsen. 2014 erreichte das reale BIP der Slowakei pro Einwohner 77 % des EU-Niveaus.

Die sich bessernde Lage auf dem Arbeitsmarkt führte auch zu einem langfristigen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosenquote (11,5 % im Jahr 2015). Trotzdem existieren erhebliche regionale und strukturelle Unterschiede. Aus diesem Grund ist die Produktion überwiegend in den stärker entwickelten Regionen angesiedelt.

Nach dem Maschinenbau erlebt seit 2000 auch die Elektroindustrie ihre Blütezeit und dank der neuen Technologien ist sie der am schnellsten wachsende Industriezweig. Zu den traditionellen Industriebranchen zählen Maschinenbau, Chemie- und Elektroindustrie sowie die Holzverarbeitungs- und Lebensmittelindustrie. Darüber hinaus kommen neue Zweige mit höherem Mehrwert hinzu, insbesondere die Informations- und Kommunikationsdienste sowie die Zentren der gemeinsamen Nutzung von Diensten. Deren höherer Stellenwert und Einfluss wird auch durch innovative IT-Unternehmen bestätigt. Ein Beispiel dafür ist das Unternehmen ESET, das heute in 180 Ländern tätig ist.

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FOTO: Peugeot / Citroën Slovakia

Die Automobilindustrie steht in der Slowakei gut da

Nachdem sich der deutsche Automobilhersteller Volkswagen Anfang 90er Jahre des 20. Jahrhunderts auf dem slowakischen Markt erfolgreich etabliert hatte, folgten der französische Konzern PSA/Peugeot Citroën und der südkoreanische Automobilhersteller KIA Motors. Die Automobilindustrie beschäftigt Zehntausende von qualifizierten Mitarbeitern und ist zu einem der wichtigsten Bestandteile der slowakischen Wirtschaft geworden.

Mit über einer Million Autos im Jahr 2015 erreichte die Produktion ihren historischen Höchststand und somit belegte die Slowakei den ersten Platz in der Zahl der hergestellten Fahrzeuge pro Kopf (bis zu 184 Autos pro 1000 Einwohner). Durch die neue umfangreiche Investition im Wert von 1,5 Mrd. Euro des Automobilherstellers Jaguar Land Rover, der beschlossen hat, in der Nähe der Stadt Nitra den ersten Betrieb auf dem europäischen Kontinent anzusiedeln, wird die Slowakei zum regionalen Spitzenreiter der Automobilbranche.

Gefragt bei Investoren

Die Slowakei zählt zu den attraktivsten Investitionszielorten Mitteleuropas. Neben der vorteilhaften geografischen Lage hat sie auch ein interessantes Investitionsumfeld zu bieten, und das vor allem aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität sowie der einheitlichen Währung. Mit dem Ziel den einheimischen und ausländischen Investoren kompetente und ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen hat die Slowakei das System der dualen Ausbildung eingeführt, das die Nachfrage reflektiert. Außerdem unterstützt die Regierung die Investoren durch Investitionsanreize. Die Investitionen fließen vornehmlich in den Banken- und Finanzsektor, in die Energietechnik, Automobil- und Elektroindustrie. Ausländische Direktinvestitionen tragen mit bis zu 60 % zum BIP bei.

Die größten Investoren in der Slowakei sind die Niederlande, Österreich und die Tschechische Republik, wobei Ende des Jahres 2014 das gesamte Volumen der ausländischen Direktinvestitionen 43, 23 Mrd. Euro betrug.

Erfolge im Bereich Wissenschaft, Forschung und Innovationen

Vom Können der slowakischen Forscher, Entwickler und Ingenieure zeugen erfolgreiche Projekte von ausländischen sowie einheimischen Unternehmen. Schon das dritte Jahr fertigt der Autohersteller Volkswagen in Bratislava das in Serie produzierte Elektrofahrzeug e-up! Das erste fliegende Auto, Aeromobil, hat weltweit Aufsehen erregt. Er wurde von Slowaken hergestellt und bei der internationalen Ausstellung EXPO 2015 in Mailand präsentiert. Slowakische Studenten und junge Wissenschaftler haben bereits auf prestigeträchtigen internationalen Wettbewerben in den USA hohe Auszeichnungen errungen. Darüber hinaus agieren in der Slowakei viele Start-ups, deren Produkte sich den Weg auf die Weltmärkte bahnen (etwa das System Piano Media zur Gebührenerhebung für Inhalte und Dienste online und offline, oder auch das Navigationssystem Sygic). Im Juli 2016 schießt die Slowakei aus dem Kosmodrom in Kalifornien den ersten slowakischen Satelliten ins All. Der Satellit ist für den Empfang von sehr langen Funkwellen, die aus den Tiefen des Alls und den oberen Schichten der Erdatmosphäre kommen, gedacht.

AKTUELLE NACHRICHTEN

13.09.2016
Die Landwirtschaftsminister in Bratislava – die Gespräche drehten sich um die Stellung der Landwirte und unlautere Geschäftspraktiken
Bratislava, 13. September 2016 – Ministerin Gabriela Matečná empfing ihre Amtskollegen, die Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU-Mitgliedstaaten, in der Hauptstadt der Slowakei. In der informellen Sitzung des Rates „Landwirtschaft und Fischerei“ diskutierten sie über die Stärkung der Stellung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette.
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12.09.2016
Externer Investitionsplan auf der Agenda der Minister für Entwicklungspolitik
Brüssel (12. September 2016) - In Brüssel fand eine informelle Tagung des EU-Rates für auswärtige Angelegenheiten/Entwicklung statt, die vom Thema des in Kürze erscheinenden externen Investitionsplans dominiert wurde - eine Initiative, die auf die Hauptursachen der Migration in Afrika und in der EU-Nachbarschaft gerichtet ist. Das informelle Treffen wurde von der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini geleitet. Die slowakische EU-Ratspräsidentschaft war durch den Staatssekretär des Außenministeriums Lukáš Parízek vertreten.
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12.09.2016
EU-Haushaltsplan 2017: Rat legt seinen Standpunkt fest
Der Rat hat am 12. September 2016 seinen Standpunkt zum Entwurf des EU-Haushaltsplans für 2017 angenommen. Oberstes Ziel des Rates ist es, dafür zu sorgen, dass die begrenzten verfügbaren Finanzmittel auf die Hauptprioritäten der EU ausgerichtet sind. Dies sind Maßnahmen zur Bewältigung der Migrationskrise und ihrer Ursachen sowie zur Förderung der europäischen Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Insgesamt ist der Rat darauf bedacht, in Zeiten anhaltend knapper Haushaltsmittel einen tragfähigen und wirksamen Haushaltsplan aufzustellen.
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10.09.2016
Die EU-Finanzminister trafen sich in Bratislava. Zur Diskussion standen Steuern und Investitionen sowie eine Vision für den Euro-Raum
Bratislava, 9.-10. September – Finanzminister Peter Kažimír empfing seine Amtskollegen, die Minister für Wirtschaft und Finanzen der EU-Länder, zur informellen Sitzung des Rates „Wirtschaft und Finanzen“. Dieses informelle Treffen ist schon eine Tradition im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft eines Landes und bietet eine ideale Gelegenheit, nicht nur aktuelle Fragen, sondern auch strategische Themen von mittelfristigem Charakter zu besprechen.
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06.07.2016
Rede von Premierminister Robert Fico im Europäischen Parlament
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15.09.2016
Bratislava-Gipfel: in der Hauptstadt treffen sich die Staats- und Regierungschefs von 27 EU-Ländern
Bratislava wird am Freitag, den 16. September, ein informelles Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten unter Teilnahme des Präsidenten des Europäischen Rates Donald Tusk und des Präsidenten der Europäischen Kommission Jean -Claude Juncker veranstalten. Das Gipfeltreffen, bekannt als Bratislava-Gipfel, wird über die zukünftige Ausrichtung der EU beraten, nachdem die britischen Bürger im Referendum über den Austritt ihres Landes aus dem gemeinsamen europäischen Projekt entschieden haben.
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17.07.2016
NOTIZ: Minister Lajčák in der Sitzung des Rates „Auswärtige Angelegenheiten“ in Brüssel
Miroslav Lajčák, der Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Slowakischen Republik, wird am Montag, den 18. Juli, an der regelmäßigen Sitzung des Rates „Auswärtige Angelegenheiten“ (FAC) in Brüssel teilnehmen. Dies ist zugleich die erste Sitzung dieses Rates während der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft.
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11.07.2016
Minister nehmen erste Diskussionen mit den Ausschüssen des Europäischen Parlaments auf
Brüssel (11.-14. Juli 2016) Die Ausschüsse des Europäischen Parlaments machen sich mit den Programmprioritäten des slowakischen Ratsvorsitzes vertraut, die von den einzelnen Mitgliedern der slowakischen Regierung in deren Funktion als Vorsitzende der verschiedenen Ratsformationen präsentiert werden. Die so genannten Hearings sind ein fester Bestandteil der Präsidentschaftsaufgaben.
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11.07.2016
Peter Kažimír wird den Vorsitz des Rates „Wirtschaft und Finanzen“ übernehmen
Peter Kažimír, der Finanzminister der Slowakischen Republik, wird am Dienstag, den 12. Juli, zum ersten Mal den Vorsitz bei den Sitzungen des EU-Rates für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) in Brüssel übernehmen.
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23.06.2016
Slovak Presidency Website eu2016.sk
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22.06.2016
Accreditation and registration
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05.05.2016
Presidency in Figures
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19.07.2016
Schlussfolgerungen des Rates zu Venezuela
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19.07.2016
Schlussfolgerungen des Rates zur Türkei
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19.07.2016
Prioritäten der EU bei den Vereinten Nationen und für die 71. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen
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19.07.2016
Schlussfolgerungen des Rates zu Afghanistan
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