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13.09.2016
Landwirtschaft
Pressemitteilungen

Die Landwirtschaftsminister in Bratislava – die Gespräche drehten sich um die Stellung der Landwirte und unlautere Geschäftspraktiken

Bratislava, 13. September 2016 – Ministerin Gabriela Matečná empfing ihre Amtskollegen, die Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU-Mitgliedstaaten, in der Hauptstadt der Slowakei. In der informellen Sitzung des Rates „Landwirtschaft und Fischerei“ diskutierten sie über die Stärkung der Stellung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette.

Infolge der Globalisierungsprozesse auf den europäischen Märkten und den Weltmärkten kam es in den vergangenen Jahren zu einem wesentlichen Strukturwandel in der Lebensmittelversorgungskette und die landwirtschaftlichen Primärerzeuger sind nach und nach zu einem Glied dieser Kette mit der schwächsten Verhandlungsposition geworden. Wegen dem unvergleichlich höheren Maß an Globalisierung und Integration auf den anderen Stufen der Lebensmittelversorgungskette sind Landwirte den erheblichen Risiken, die mit der Instabilität der Märkte und den Preisschwankungen einhergehen, ausgesetzt.

„Wir müssen gewährleisten, dass die Primärproduzenten und Bearbeitungsbetriebe einen gebührenden Anteil an der Marge erhalten. Dadurch werden Kunden in ganz Europa Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln zu erschwinglichen Preisen haben. Nur auf diese Weise können wir erreichen, dass sich die Union auch weiterhin selbst mit Lebensmitteln versorgen kann und die landwirtschaftlichen Betriebe (verarbeitende Industrie) wettbewerbsfähig bleiben“, sagte Ministerin Gabriela Matečná. Derzeit ist der Preisgestaltungsprozess in der Lebensmittelversorgungskette äußerst undurchsichtig. Der Organisationsgrad der landwirtschaftlichen Erzeuger ist niedrig und die Geschäftsbeziehungen sind durch die unlauteren Geschäftspraktiken verzerrt. Phil Hogan, der Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, ist der Meinung, dass „wir uns neben der Arbeit an kurzfristigen Lösungen für die Probleme der Landwirtschaftskrise auch mit langfristigen Lösungen, die die Situation der Landwirte strukturell verbessern können, beschäftigen sollten.“

Die Mehrheit der Mitgliedstaaten war sich einig, dass es eine einheitliche europäische Vorgehensweise zur Bekämpfung der unlauteren Geschäftspraktiken geben muss. 

„Die Landwirte sorgen für unsere Nahrung und daher auch für unsere Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, dass sie auf dem gesamten europäischen Markt faire Handelsbedingungen haben“, betonte Matečná.

Zu weiteren Rednern der Sitzung zählten Czesław Siekierski, der Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments, Pekka Juhana Pesonen, der Generalsekretär des COPA- und COGECA-Ausschusses, Nils-Erik Tomas Magnusson, der Vorsitzende von COGECA, Alan Jagoe, der Präsident des europäischen Rates der Junglandwirte (CEJA), und von der Europäischen Kommission – Jerzy Plewa, der Generalsekretär der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.

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